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Wirtschaftsförderung in Deutschland

Für die Wirtschaft gibt es in der Bundesrepublik Deutschland ein breites Spektrum an Fördermöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), sowie in der Forschung und Entwicklung (FuE). Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland und dessen Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte und nachhaltige Investitionen langfristig zu stärken und gleichzeitig Innovationen zu fördern. Dazu hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eine umfassende Broschüre herausgegeben, in welcher sämtliche Fördermöglichkeiten dargestellt sind und die die Suche nach dem passenden Förderprogramm vereinfachen soll. Die Fördermöglichkeiten reichen hier von der Förderung des Mittelstands (z. B. KMU-Innovativ) über Kreditprogramme bis hin zur Steigerung von Energieeffizienz und Aufzeigen der Chancen durch die Globalisierung. Die vollständige Broschüre können sie hier abrufen.


 

Den Förder-Dschungel durchdringen...auf Bundesebene

Engagement und Einsatz für die Gesellschaft brauchen eine finanzielle Grundlage. Überall dort, wo mit dem Engagement gesellschaftliches Gut geschützt, ausgebaut oder gefördert wird, kann der Bund oder das Land Unterstützungsmöglichkeiten und finanzielle Anreize anbieten – sei es im Naturschutz, in der Sozialarbeit, für Schulen, Unternehmen oder einzelne Bürgerinitiativen.

Dabei kann die Suche nach dem passenden Fördertopf für eine Projektgemeinschaft oft zur Zerreißprobe werden. Denn der Förderdschungel in Deutschland ist dicht: da gibt es EU-Fördertöpfe, die über Brüssel vergeben werden, EU-Mittel, die über die Mitgliedsstaaten vergeben werden, Bundesfördermittel aus EU-Mitteln, bundeseigene Fördermittel, Landesförderungen mit Bundesmitteln und Fördermöglichkeiten der Länder und so weiter und so fort.

Hier den Überblick zu behalten und innovative und kreative, soziale oder kulturelle Projekte zu unterstützen, ist nicht immer einfach.

Um Ihnen eine kleine Hilfe an die Hand zu geben, möchte ich auf die Förderdatenbank des Bundes hinweisen. Da die einzelnen Projekte in den Ministerien und Landesstellen angesiedelt sind, bietet der Bund unter www.foerderdatenbank.de  und www.foerderinfo.bund.de einen Förderassistenten, der Ihnen hilft,  zielgerichtet nach finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten für Ihr Projekt zu suchen. Sortiert nach Förderbereich, -art, Fördergebiet und Finanzierer und untermauert mit dem Förderglossar  bietet er einen guten Einstieg in die Suche nach finanzieller und organisatorischer Unterstützung.

Eine weitere Hilfe kann möglicherweise auch der Förderberater der Kreditanstalt für Wiederaufbau sein, den Sie auf der Seite der KfW abrufen können. 

Ich hoffe, Ihnen mit den Informationen einen ersten Anstoß gegeben zu haben, oder aber vielleicht die nötigen Tipps, um Ihre Ideen und Projekte zu verwirklichen.


 

Den Förder-Dschungel durchdringen...auf der europäischen Ebene

Leider bietet die Europäische Union derzeit noch kein Portal, das mit der Förderdatenbank des Bundes vergleichbar wäre. Damit Sie sich bei der Auswahl einer passenden Fördermöglichkeit dennoch nicht "verlaufen", hat mein Kollege Burkhard Balz, einer von vier niedersächsischen CDU-Abgeordneten im Europäischen Parlament, einen umfassenden Förderleitfaden für EU-Mittel zusammengestellt. Sie können diesen hier einsehen oder herunterladen

Allgemein bauen die Fördermittel der Europäischen Union auf zwei Säulen auf: die Strukturförderung und die Aktionsprogramme. Beide Säulen werden inhaltlich von der Europäischen Kommission entwickelt und ausgestaltet. 

Die Aktionsprogramme ergeben sich dabei aus den Politikbereichen der EU und umfassen rund 100 Programme - angefangen vom Naturschutz (LIFE!) über europäische Beschäftigungspolitik (PROGRESS) und lebenslange Bildung (COMENIUS, ERASUMUS, GRUNDTVIG) bis hin zur Jugendarbeit (Jugend in Bewegung). Alle Programme eint das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Organisationen, Vereinen, Unternehmen, aber auch Schulen zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu unterstützen. Die Mittel aus Aktionsprogrammen werden über sogenannte „Nationale Agenturen“ in den Mitgliedsstaaten vergeben, die bei der Antragstellung behilflich sind.

Finanziell bedeutsamer sind die Strukturfördermittel, die der Umsetzung der gemeinschaftlichen Strukturpolitik dienen. Sie sollen also vor allem dazu beitragen, die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede innerhalb der Europäischen Union auszugleichen. Strukturmittel werden selbstständig über die Nationalstaaten vergeben, in Niedersachsen insbesondere über das Ministerium für Soziales, Familie, Frauen und Gesundheit, das Umweltministerium, das Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das Justizministerium und das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung.

Sowohl die Aktionsprogramme als auch die Strukturfördermittel sind an die laufende Haushaltsperiode gebunden: die aktuellen Förderungen beziehen sich also auf den Haushalt 2007 bis 2013. Insgesamt gibt die Europäische Union pro Jahr gut EU 100 Mrd. Euro für die Förderung von Wirtschaft, Infrastruktur, Gesellschaft und Kultur aus. Das bedeutet: Rund 85% der Einnahmen der EU fließen über Projektunterstützungen wieder an Bürgerinnen und Bürger zurück.


 

© MdB Ingrid Pahlmann